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Berg & Tal im Montafon

Die Zamangspitze im Montafon Bergsteigen im Montafon in Vorarlberg verschafft einzigartige Eindrücke Wandern im Montafon in Vorarlberg erfreut sich großer Beliebtheit Die Bergwelt Vorarlbergs lockt immer mehr Menschen ins Montafon

Der Name Montafon entwickelte sich aus den rätoromanischen Sprachwurzeln. Die dahinterliegende Bedeutung wirft noch heute Rätsel auf, viele Deutungsversuche wurden unternommen. Einmal wird Montafon als durchlöcherter Berg, der auf die Bergbautradition des Tales hinweist, ein anderes Mal als Bergbrunn, Stillalpenberg oder gar als Verdoppelung des Wortes Berg verstanden. Eine andere Erklärung spricht vom Tal des Wassers oder der zwei Wasser.

Das Montafon liegt im Süden Vorarlbergs und am südwestlichen Ende Österreichs. Das Montafon wird gleich von drei mächtigen Gebirgszügen eingekesselt: Im Nordwesten sind es die markanten Kalkfelsen des Rätikons, im Süden begegnen wir dem kristallinen zentralalpinen Gestein der teilweise vergletscherten Silvretta und im Nordosten dem Verwall. Die einzelnen Gipfel tragen klingende Namen wie Schesaplana, Zimba, Drei Türme, Sulzfluh, Madrisa, Litzner, Piz Buin – er ist mit 3312 m der höchste von allen – Vallüla, Patteriol oder Maderer.

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Die Berge sind es letztlich auch, die den Verlauf der Geschichte des Montafons ganz entscheidend beeinflusst haben: Die alpine Lage prägte die Menschen und ihre Kultur. Sei es der Bergbau, der bereits ab vorchristlicher Zeit vermutet wird, aber erst mit Beginn des Hochmittelalters deutlich nachgewiesen werden kann, die neuzeitliche Erschließung der hochalpinen Zonen für die Alpwirtschaft und Verkehrswege, welche den zunehmenden Handel (Saumhandel) mit den südlich gelegenen Nachbarn förderten, immer bildeten die umliegenden Berge eine wichtige Grundlage für das Überleben der Bevölkerung im Montafon.

Das veränderte Niveau des allgemeinen Wohlstands im Montafon gegen Ende des 19. Jahrhunderts begründete neben der Ausbildung des Winter- und Sommerfremdenverkehrs noch ein weiterer Umstand: Das in den Bergen reichlich vorhandene Wasser und die hohen Gefälle ermöglichten die Schaffung von Wasserkraft für die Stromgewinnung, die um die Jahrhundertwende völlig neue Perspektiven für die Wirtschaft, den Fremdenverkehr sowie für die allgemeine Lebenssituation der Einheimischen eröffnete. Eine nachhaltige Veränderung der sozialen Verhältnisse im Montafon brachte vor allem die Gründung der Vorarlberger Illwerke in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts. Zahlreiche neue Arbeitsplätze wurden geschaffen; die einzelnen Kraftwerke und im besonderen die Stauseen sowie die notwendigen Verkehrsverbindungen wie etwa die Silvretta-Hochalpenstraße bewirkten zusätzliche Impulse für den Tourismus im Montafon. (aus dem Montafoner Heimatbuch)

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